Erwähnt man den
Namen Österreich im Kreis der Naturfreunde und Jäger, so fällt wohl jedem die
jagdliche Vielfalt dieses kleinen Landes ein. Von Enten und Gänsen am
Neusiedler See im Osten bis hin zum Steinbock im Vorarlberger Hochgebirge im äußersten
Westen in Österreich ist nahezu alles europäische Wild vertreten.
Apropos Europa. In Österreich, seit 1995 Vollmitglied der EU, leben auf etwa
84.000 km2 Fläche 8,3 Millionen
Menschen. 98% der Fläche werden von etwa 120.000 Jägern flächendeckend jagdlich bewirtschaftet und nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit genutzt.
Durchschnittlich betreut jeder Jäger etwa 70 Hektar Jagdfläche.
Die
österreichischen Landesjagdverbände, als Vertreter eines tradidionsreichen
europäischen Jagdlandes mit führender Stellung im Alpenraum, beobachten nicht
nur die Entwicklungen in den Nachbarstaaten sehr genau, sondern arbeiten auch
aktiv an internationalen Projekten mit. Dies nicht nur im Bereich der EU, in der
F.A.C.E., sondern auch in den osteuropäischen Staaten.
Die von
vielen österreichischen Jägern befürchtete Beschneidung der Jagd nach dem
EU-Beitritt ist nicht erfolgt. Bleibt zu hoffen, daß das Subsidiaritätsprinzip
weiterhin hohen Stellenwert behält und der Schnepfenstrich im Frühjahr den
Jägern ebenso erhalten bleibt, wie zum Beispiel die Balzjagd auf Großen und
Kleinen Hahn.