Paarungszeit: periodisch vom
Frühjahr bis Spätsommer
Trächtigkeitsdauer: 43 Tage
Wurfzeit: periodisch (März -
Oktober)
Die Ohren ("Löffel") des Feldhasen sind länger als sein
Köpfchen und mit schwarzen Spitzen versehen. (Beim Schneehasen sind sie
gleich lang wie das Köpfchen und haben ebenfalls schwarze Spitzen. Beim
Kaninchen sind sie kürzer.) Der Feldhase besitzt einen kurzen, stark
behaarten Schwanz ("Blume"), dessen Unterseite weiß und dessen
Oberseite schwarz ist. Das Fell wird zweimal im Jahr gewechselt. Im Winter ist
es dichter und länger. Die Fellhaare sind weiß und mit
schwarz-braunen Spitzen versehen. Dadurch bekommt das Hasenfell eine rötlich-braungraue
Farbe. Die Bauchseite ist hell gefärbt. Durch die starken und überlangen
Hinterbeine und die guten Lungen sind Feldhasen sehr schnelle und ausdauernde Läufer.
Auf der Flucht vor Bodenfeinden, wie Füchsen und streunenden Hunden, können
sie bis zu 4 Meter weit springen. Zwischen den Sprüngen können sie
rasche Richtungswechsel machen und schlagen "Haken".
Nahrung: Feldhasen fressen Kräuter aller Art und gerne auch
Laubholzrinden.
Der Feldhase lebt in den Niederungen und im Hügelland, vornehmlich in
unverbautem Gebiet. Die Häsin kann in einem Jahr 3 - 4 Geburten ("Würfe")
mit je 1 - 4 Jungen großziehen. Die neugeborenen Feldhasen haben schon bei
ihrer Geburt ein dichtes Fell und können schon am ersten Tag sehen und
kriechen. Feldhasen sind Einzelgänger, die sich nur in der Paarungszeit
zusammenfinden. Die Zahl der Feldhasen ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Gründe dafür sind die verstärkte Mechanisierung der Heu- und Getreideernte,
der Einsatz von Spritzmitteln, sowie ganz allgemein eine Verringerung des
Lebensraums durch Straßen- und Häuserbau und eine Einengung durch das Abholzen
von Hecken.